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Opel Olympia

Opel Olympia, 1951

Opel-Olympia, 1951, Limousine 2-türig

Voilà unser Proto-Oldie, unser innig geliebter „Opi“.
Was macht ihn so einzigartig, daß wir nicht zögern, „Opi“ als unser kostbarstes Schmuckstück, unseren ganzen Stolz zu bezeichnen? Daß wir es gar wagen, ihn mit dem Attribut „proto“ zu titulieren?
Wo er doch in der Nachkriegszeit von 1947-1953 mit einer Gesamtstückzahl von > 150.000 als Verkaufsschlager galt?
Davon abgesehen, daß nicht mehr allzu viele „Olys“ die Jahrzehnte überdauert haben – einem Olympia im Straßenverkehr zu begegnen, kommt einem kleinen Wunder gleich – präsentiert sich Ihnen unser „Opi“ überwiegend original.

Opel Olympia, 1951Sie stehen vor ihm und reiben sich die Augen: Er trägt sein erstes Lackkleid, und das in einem begeisternden Erhaltungszustand. Desgleichen die beeindruckende Chromzier nach amerikanischem Vorbild. Hier haben wir lediglich partiell an vorderer und hinterer Stoßstange nachverchromt. Mehr war nicht nötig: „Opis“ originaler Chromschmuck könnte kaum brillanter sein.

Auch der Innenraum besticht mit herrlichen ursprünglichen Accessoires: Türverkleidungen, Kunstlederbezüge vorne, Sonnenblenden, Himmel. Von den technischen Bedienelementen ganz zu schweigen. Gar manches ungläubige Staunen erregt bei den Jüngeren beispielsweise der „Prügel“ von Handbremse.
Es käme einem Verbrechen gleich, in ein solches, nahezu singuläres historisches Kulturgut mit einer umfassenden optischen Generalrestaurierung einzugreifen. Wir haben bewußt hierbei größtmögliche Sensibilität walten lassen, um das einstige Charisma zu erhalten, den Zauber historischer Patina nicht zu zerstören. Die komplett erneuerte Rückbank inklusive Seitenpartien und Hutablage sowie der Fußbodenbereich orientieren sich genau am ursprünglichen Ausstattungsmuster. Infolgedessen erleben Sie unseren Olympia weitgehend so, wie er 1951 die Rüsselsheimer Produktionshalle verlassen hat.

Sobald Sie mit diesem Juwel öffentliche Gefilde befahren, ist Ihnen ein emotionsreicher Weg garantiert.
„Opi“ erregt ein Maximum an Aufmerksamkeit. Jeder Stop an einer Ampelanlage generiert Sympathiebekundungen. Und zwar aller, wirklich aller Altersklassen. Wildfremde Menschen lächeln Ihnen anerkennend und freudig berührt zu. Das Anfahren eines Parkplatzes zieht in der Regel einen sozialen Event nach sich: Man will sich mit Ihnen austauschen, fragt Ihnen in Sachen „Opi“ begeisterte „Löcher in den Bauch“ “.
Opel Olympia, 1951Die Älteren sind zunächst fassungslos: Ein Olympia, Wahnsinn! Sogleich fällt ihnen ein, wer aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis ein solches Automobil gefahren hat. Von Erinnerungen durchflutet, kann bisweilen auch die eine oder andere Träne der Rührung fließen.
Die Generation, die den Olympia nicht mehr live erlebt hat, gerät unversehens beim Anblick der ausfahrenden, schmetterlingsgleich zarten Winker in helle Aufregung. Voll Eifer wird gestikuliert und zum Hinschauen animiert.
Und dann erst die Kleinen. Sie bekommen den Mund nicht mehr zu. Ist das ein richtiges Auto? Oder hat da Harry Potter seine Hand im Spiel bzw. am Lenker?
Opel Olympia, 1951Ehrfurchtsvoll bestaunen sie das „Magier-Auto“ mit dem schwarzen Nummernschild und den orangefarbenen „Flügeln“.
Zumal der „Opi“ unverkennbar den Franzosen hervorkehrt. Eine weitere Besonderheit unseres Exemplars. Er wurde für den französischen Markt gefertigt und 1951 nach Marseille exportiert. Die gerade erwähnten schwarzen, nachfolgend übermalten Nummernschilder vergegenwärtigen seine französische Historie. Weiteres Zeugnis der französischen „Gene“ sind die grellgelben „Raubtieraugen“.
Opel Olympia, 1951In Frankreich war „Opi“ bis 1969 in Gebrauch. Die damalige Besitzerin wußte zu diesem Zeitpunkt, daß sie ihn einige Jahre nicht mehr fahren würde. Sie veranlaßte seine penible „Einmottung“ im Heustall, hochgebockt und zugedeckt. Dort wurde „Opi“ sozusagen vergessen und schlummerte einen 36-jährigen Dornröschenschlaf.
Wie schon im Märchen schadete auch unserem „Opi“ diese Auszeit nicht. Im Gegenteil, wir haben ihm seinen prachtvollen Erhaltungszustand zu verdanken.
Mit den 39 PS ist der Olympia keine Rennmaschine, wobei er in entsprechend kleinem Gang quasi jede Steigung nimmt. Durchaus allerdings mit französischer Gelassenheit. Es bleibt Ihnen alle Zeit der Welt, Panorama und liebevolle Anfeuerungsrufe der übrigen Verkehrsteilnehmer bewußt zu genießen.
Hat man erst einmal begriffen, daß es keinen vierten Gang gibt, glaubt man unversehens, in einem „Automatik“ zu sitzen: Der „direkte“ Gang (ehemaliger Ausdruck für den dritten) macht vieles mit.

Von „Opis“ einzigartigen Details abgesehen, besteht sein größter Vorzug sicherlich in seinem repräsentativen Gesamterscheinungsbild. Er sieht unverschämt nobel aus. Die häufige Rolls-Royce-Assoziation hat durchaus ihre Berechtigung.
Opel Olympia, 1951
Insofern ist „Opi“ das ideale Braut-Auto, das optimale Gefährt am Tag der Silbernen oder Goldenen Hochzeit. Im mit Blumengebinden herausgeputzten Zustand avanciert er neben den Hauptpersonen bzw. Jubilaren zum zweiten Star der Festgesellschaft.

Was auch immer Sie mit ihm unternehmen, ein unvergeßliches Erlebnis ist Ihnen sicher.

Wir wünschen von Herzen viel Freude mit diesem Schmuckstück!


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