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Volkswagen Käfer

Volkswagen Käfer 1200 Export, 1965

Käfer 1200 Export, Baujahr 1965

Einen Volkswagen müßte man haben …

In den 1950er Jahren wirbt der blutjunge, damals noch vergleichsweise unbekannte Uwe Friedrichsen für den „Volkswagen“. (Erst in der zweiten Hälfte der 60er Jahre setzt der VW Konzern den Spitznamen „Käfer“ in seiner Werbung ein.)
Friedrichsen versucht vergeblich, in eine überfüllte Straßenbahn einzusteigen. Resigniert läßt er sie schließlich vorbeiziehen und sinniert laut an der Haltestelle, auf den nächsten Zug wartend: „Einen Volkswagen müßte man haben. Wäre das schön …

Es ist ein Werbespot von unbeschreiblichem Liebreiz. Die beiden Hauptprotagonisten, der junge Schauspieler und das Objekt seiner Sehnsucht, der „Volkswagen“, sind Sympathieträger allerersten Ranges.

VW Käfer 1200 Export, 1965Damals war der „Volkswagen“ allerdings noch weit davon entfernt, ein Wagen für alle zu sein. Der Großteil der Deutschen fuhr Fahrrad, Roller, Motorrad oder war auf dem Weg zur Arbeit auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Doch ein jeder träumte davon, einen zu besitzen. Jung wie Alt wußte um die Zuverlässigkeit, Strapazierfähigkeit, gute Straßenlage, auch auf unwegsamem Gelände. Hinreichend bekannt waren Sparsamkeit im Spritverbrauch und Unverwüstlichkeit des Vierzylinder-Boxermotors.

Für so manchen Bundesbürger sollte sich der Traum in den folgenden Jahren realisieren. 1962 werden allein in Westdeutschland mehr als 360.000 Käfer zugelassen.
Der VW Käfer avanciert zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders schlechthin.
Und so verspüren wir alle bis in unsere Gegenwart das herrlich vertraute Kribbeln, ja eine Art Urvertrauen, wenn es uns vergönnt ist, ein ursprüngliches Modell des Klassikers vor Augen zu haben.

VW Käfer 1200 Export, 1965Bei uns ist Ihnen mehr als das vergönnt: Sie können ein Top-Exemplar eines 1200er Export Käfers mieten, der Ihnen für zeitgenössische Käfer-Verhältnisse ein Höchstmaß an Luxus bietet.

Betrachten wir uns zunächst den geradezu „verschwenderischen“ Chromschmuck. Zusätzlich zu den verchromten Radkappen, Lampenfassungen, dem Hupenziergitter sticht die wunderschöne Stoßstangenführung ins Auge. Sie besitzt den pompösen „Rammschutz“, mit dem nur die Exportmodelle versehen waren.

VW Käfer 1200 Export, 1965Darüber hinaus besitzt unser Export Käfer im Gegensatz zum zeitgleichen „Sparkäfer“ ein Stahlkurbeldach. Freuen Sie sich auf den Komfort der mit einem Handgriff fein dosierbaren Frischluftzufuhr.
Apropos Frischluft: Sollten Sie den charakteristischen Käfer-Duft der ersten Jahre noch in der Nase verspüren, dürfen Sie sich bei uns (wenn Sie zum Beispiel an kühleren Herbsttagen onTour sind) auf die seinerzeit neu eingeführte „Frischluftheizung“ freuen. Seit 1963 hat man davon Abstand genommen, die von den Zylindern direkt erwärmte und eventuell mit Öl- und Benzindämpfen verunreinigte Kühlluft des Motors in den Fahrgastraum zu leiten.

Des weiteren nehmen Sie hier in einem Käfer Platz, der Ihnen durch die vergrößerten Fenster gegenüber den Vorgängermodellen jede Menge Rundumblick gewährt und erstmalig mit leicht gewölbter Frontscheibe aufwartet.

VW Käfer 1200 Export, 1965Davon abgesehen handelt es sich jedoch um das ursprüngliche Käfer-Design mit schräg gestellten Scheinwerfern, gerundeten Stoßstangen, den kleinen, schnuckeligen Rückleuchten und dem liegenden rückwärtigen Nummernschild. Auch das Tankerlebnis ist das eines Käfers der ersten Stunde: Vergeblich werden die jüngeren Semester unter den Käfer-Fans die seitliche Tankklappe suchen, sie wurde dem Käfer erst 1967 beschieden. Bei unserem Exemplar öffnen Sie die Fronthaube.

VW Käfer 1200 Export, 1965Käfer fahren ist stets mit Emotionen behaftet. Seine langjährige, treue Kameradschaft ist sogar den Jüngsten unter uns, die noch nie in ihm gesessen haben, ein Begriff.
Aber was mögen erst diejenigen empfinden, welche der gute, alte Käfer Tag für Tag zur Arbeit, zum Einkauf begleitet hat? Oder deren Kinder, die auf seiner Rückbank groß geworden sind? Die ihm ihre ersten grenzüberschreitenden Urlaube, etwa über den Brennerpaß rollend nach Italien, zu verdanken haben?

Diese Erinnerungen sind unbeschreiblich. Unwiederbringlich sind sie nicht. Hier sehen Sie den Beweis: Wenn Sie ab Reichenhall starten, sind Sie auch mit 34 PS ruckzuck in Bella Italia. Denn der Käfer läuft und läuft und läuft.

Nicht umsonst hat man die Konstruktionsmerkmale des Käfers – im Wagenheck lokalisierter gebläsegekühlter Vierzylinder-Boxermotor, Hinterradantrieb, Stromlinienform und Rahmenbauweise – über die gesamte Produktionszeit beibehalten.

Freuen Sie sich auf das typische Motorengeräusch, den Kult-Sound par excellence. Wer das kräftige, sonore, beruhigende Käfer-Brabbeln einmal gehört hat, vergißt es nie. Es läßt jedes Herz höher schlagen.
VW Käfer 1200 Export, 1965Sobald Sie den ersten Gang eingelegt haben und Ihre Tour starten, ist nostalgischer Genuß pur angesagt. Die sprichwörtlich funktionell sich offenbarende Armaturentafel ist von geradezu hinreißendem Charisma. Kaum hat man den Anblick des legendären 140er Export-Tachos verkraftet, erblickt das leuchtende, teilweise bereits ein wenig tränenfeuchte Auge das berückende originale Radio.
Die Rührung findet ihren vorläufigen Höhepunkt, wenn Sie das filigrane elfenbeinfarbene Lenkrad durch die Finger gleiten lassen und das zarte Ärmchen des Blinkhebels betätigen.

Das Reisen mit dem liebsten Kind der Deutschen bedeutet bis heute grenzenloses Fahrvergnügen.
Insofern sind die einstigen Volkswagen-Slogans aktueller denn je.

Einen Volkswagen müßte man haben …

Das sehen wir genauso.

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