Tagestour
3-Klöster-Tour
Altötting, Gnadenkapelle und Stiftskirche
Marktl, Geburtshaus Papst Benedikt XVI.
Kloster Raitenhaslach
Kloster Seeon
Urschalling, St. Jakobus
Streckenlänge: ~ 270 km (verkürzbar)
Inklusive Roadbook
Auf Wunsch Navigationssystem mit gespeicherter Route
Sie möchten einen unserer Oldtimer mieten, um sich onTour nach Altötting, Raitenhaslach und Seeon zu begeben? Unsere 3-Klöster-Tour, die wir Ihnen als Roadbook zur Verfügung stellen oder als geplante Route in einem Navigationssystem, ist ein landschaftlicher wie kunstgeschichtlicher Hochgenuß.
Direkt zu Beginn der Route erleben Sie auf Ihrer Fahrt durch den Högl einen ersten Panorama-Knaller:
Der Högl, ein bewaldeter Höhenzug nördlich von Bad Reichenhall, ist mit seinen wundervollen Ausblicken und Kurven wie geschaffen für einen Oldie. Sie wissen kaum, wohin Sie zuerst schauen sollen: Auf die Ihren Weg säumenden herrlichen Alleen, die urigen, blumengeschmückten Sandstein-Bauernhäuser, die leuchtend grünen, je nach Jahreszeit vielfarbig blühenden Almwiesen, oder in die Ferne zu den imposanten Gebirgszügen der Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen.
Sie haben Lust auf mehr? Wir garantieren Ihnen, Sie befinden sich erst am Anfang eines traumhaften Tages!
Ihr weiterer Weg führt Sie am malerischen Waginger See vorbei. Mit Wassertemperaturen von 27 Grad im Sommer gilt er als der wärmste See Oberbayerns. Sie streifen hierbei die Region, welche als die Wiege der Bayern in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Archäologische Funde belegen 1500 Jahre alte Ansiedelungen. Bereits damals haben sich die Bajuwaren die Fruchtbarkeit der heute bedeutenden Ferien- und Erholungsstätte nutzbar gemacht.
Beschwingt steuern Sie Ihr erstes Etappenziel an: Altötting.
Unbedingt sollten Sie im Zuge Ihres Stadtbummels der Gnadenkapelle mit dem altverehrten Gnadenbild der Schwarzen Madonna (stehende Muttergottes mit Kind, Skulptur aus Lindenholz, 1. Hälfte 14. Jahrhundert) einen Besuch abstatten. Immerhin gehört die Altöttinger Gnadenkapelle zu den meistbesuchten europäischen Wallfahrtsstätten.
Die an den Außenwänden und im Inneren zu findenden Votivtafeln wurden aus Dankbarkeit für die von der Muttergottes gewährten Wunder angebracht. Im Umgang befinden sich heute über 2000 Votivbilder.
Am 11. September 2006 pilgerte Papst Benedikt XVI. nach Altötting und legte seinen Bischofsring, den er bis zu seiner Papstwahl getragen hatte, vor dem Gnadenbild nieder. Der Ring ziert heute das Szepter der Muttergottes.
Seit 2008 ist die Wallfahrtskirche von Altötting im Besitz der Goldenen Rose, eines der höchsten päpstlichen Ehrenauszeichnungen.
Silberne Herzurnen dienen den Herzen bedeutender Mitglieder des Hauses Wittelsbach als letzte Ruhestätte. Sie werden in Wandnischen im Inneren der Gnadenkapelle aufbewahrt.
Als weitere Altöttinger Sehenswürdigkeit möchten wir Ihnen die Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob empfehlen. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gnadenkapelle. In ihrer heutigen Gestalt wurde sie zwischen 1499 und 1511 errichtet. Die beiden Türme, Vorhalle, Westempore und Südmauer entstammen noch dem romanischen Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts. Sie ist die letzte gotische Hallenkirche Süddeutschlands.
Die nächste Station Ihrer Oldtimer-Tour ist Marktl am Inn. Hier können Sie nach Belieben einen Aufenthalt einplanen, um insbesondere das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. in Augenschein zu nehmen.
Danach erwartet Sie das Pfarrdorf Raitenhaslach, dessen Kern die Zisterzienserklosteranlage Raitenhaslach mit Klosterkirche und Klostergasthof bildet.
Eine Besichtigung der Klosterkirche, einem wahrhaftigen Rokoko-Juwel mit romanischem Kern, möchten wir Ihnen sehr ans Herz legen.
Der Klostergasthof, seit einigen Jahren im Privatbesitz, stellt die ideale Lokalität für Ihre entspannte Mittagspause dar.
Frisch gestärkt begeben Sie sich wieder onTour zum ehemaligen Benediktiner-Kloster Seeon, im Norden des Landkreises Traunstein.
Die einzigartig romantische landschaftliche Einbettung des Klosters bietet eine wunderbare Einstimmung auf das kunsthistorische Kleinod. Die heutige Kirche geht im wesentlichen auf das Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Deren 100 Jahre älterer Vorgängerbau besaß ursprünglich lediglich einen Turm, den Nordturm. Die romanischen Türme besitzen wie die Münchner Frauenkirche sogenannte „Welsche Hauben“, kupferne Zwirbeltürme. Diese Turmabschlüsse sind spätere Zutaten, geschaffen nach einem Brand in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.
In der Spätgotik wurde die romanische Säulenbasilika gewölbt und erhielt einen neuen Chor. Von beeindruckender Raumwirkung ist die malerische Ausgestaltung der Kirche mit den Renaissancefresken von 1579. Die berühmte spätgotische Seeoner Muttergottes, eine der schönsten Mariendarstellungen mit Kind, finden Sie als Kopie im Hochaltar der Pfarrkirche. Das Original des sogenannten „Meisters von Seeon“ aus dem Jahre 1433 wird im Bayerischen Nationalmuseum aufbewahrt.
Unsere letzte kulturhistorisch hochrangige Station, die Sie mit einem Spätnachmittagskaffee, einem exotischen Eisbecher oder einer deftigen Brotzeit verbinden können, ist das Kirchdorf Urschalling bei Prien am Chiemsee.
Die kleine Kirche St. Jakobus aus dem Hochmittelalter wurde vor 1200 als Station auf dem Jakobsweg erbaut.
Sie besitzt qualitätsvolle Fresken des 14. Jahrhunderts, allen voran das außergewöhnliche Dreifaltigkeitsfresko mit der umstrittenen Deutung der Geschlechtlichkeit der Heilig-Geist-Figur. Sie befindet sich eingebettet zwischen dem weißbärtigen Gottvater rechts und dem göttlichen Sohn links, letzterer einen braunen Bart tragend. In der theologischen Debatte besteht nach wie vor die Kontroverse, ob hier tatsächlich eine Frauengestalt gemeint ist oder eher ein sehr junger Mann im Rahmen des klassischen Greis-Mann-Jüngling-Schemas. Die faszinierend femininen Züge der Mittelfigur könnten auf die historisch weitgehend verdrängte weibliche Seite Gottes hinweisen.
Auch die Marienfrage spielt in jenen Diskussionen eine Rolle, wobei jedoch zu bedenken ist, daß eine direkte Zuschreibung an Maria der Trinitätssicht des mittelalterlichen Christen kaum entspricht.
Nach einem mit Highlights gefüllten Tag genießen Sie zum Finale eine Bilderbuchrückfahrt durch die Berge nach Bad Reichenhall.
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